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Pakistan kehrt zur Demokratie zurück
Das pakistanische Volk hat in den Wahlen vom 18. Februar 2008 für Demokratie, Pressefreiheit und Unabhängigkeit der Justiz gestimmt und damit ein klares Zeichen gegen Diktatur und Extremismus gesetzt.
Die Pakistanische Volkspartei (PPP), Partei der ermordeten Politikerin Benazir Bhutto, hat mit den Koalitionspartnern Muslimliga (N), ANP, MQM und MMA mehr als eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Das erste Mal in der Geschichte Pakistans wurde eine Frau, Dr. Fehmida Mirza, zur Parlamentspräsidentin gewählt. Nie zuvor waren so viele Frauen im pakistanischen Parlament vertreten, insgesamt beträgt der Anteil an weiblichen Abgeordneten im Parlament ca. 24 %.
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Syed Yousaf Raza Gilani im Gespräch mit dem DPG-Vorsitzenden Shahid Riaz am 25. Oktober 2007 in Multan, Pakistan |
Syed Yousaf Raza Gilani wurde am 24. März 2008 vom Parlament zum neuen Premierminister Pakistans gewählt. Herr Gilani war als Ehrengast am 29. November 2007 zu einer Veranstaltung der Deutsch-Pakistanischen Gemeinschaft für Kultur und Demokratie e.V. in Berlin-Lichtenberg eingeladen. Leider war es Herrn Gilani aufgrund des Ausnahmezustandes in Pakistan verwehrt, nach Berlin zu fliegen.

Präsident Musharraf ließ Yousaf Raza Gilani im Februar 2001 für fünf Jahre hinter Gitter sperren, während seiner Haft erhielt er mehrere Angebote Musharraf-treuer Kräfte, die Seiten zu wechseln. Gilani aber blieb loyal gegenüber seiner Partei und den Menschen von Pakistan.
Als erste Amtshandlung ließ Gilani alle Richter, die seit vier Monaten unter Hausarrest stehen, frei. Das seit Jahren in Hoffnungslosigkeit lebende pakistanische Volk feiert nun die Rückkehr zur Demokratie in Pakistan. Die aktuellen positiven Entwicklungen in Pakistan lassen die Menschen optimistisch in die Zukunft blicken, auch wenn diese Jubelphase nur für eine kurze Zeit andauern werde.
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