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Nation Branding - Der Fall Pakistan
Die internationale Konferenz "Nation Branding in a Globalised World", organisiert durch das Institute for Cultural Diplomacy (ICD) fand vom 29.7 – 1.8.2010 in Berlin statt. Ziel der Konferenz war, das Konzept des Nation Branding und seines Einflusses in Zeiten der Globalisierung zu analysieren. Als "national brand", ein Wort, welches nur sehr schwer ins Deutsche zu übersetzen ist, kann man den Ruf oder das Ansehen eines Landes und seiner Bevölkerung in der Welt, verstehen. Dies schließt sowohl positive als auch negative Eigenschaften ein, als auch gezielte Marketingversuche, ein bestimmtes Image des Landes zu kreieren oder zu verändern.

Shahid Riaz gab zu dem Thema "Nation Branding: Der Fall Pakistan" eine Präsentation über das Image Pakistans. Auch wenn Pakistan touristische Sehenswürdigkeiten als auch verschiedenste Landschaften und Klimazonen zu bieten hat, bleibt das Hauptproblem die Gewährung der Sicherheit. Die wirtschaftliche Entwicklung als auch der Tourismus in Pakistan hängen von der nachhaltigen Stabilisierung der Sicherheitslage und dem erfolgreichen Kampf gegen den Terrorismus ab. Um sowohl Touristen als auch ausländische Investoren anzuziehen, müsste sich deshalb das Image Pakistans, welches durch die ständige Bedrohung weiterer Anschläge geprägt ist, stark verändern. Ein erster Schritt wäre das bessere kulturelle Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen, insbesondere der Austausch der jüngeren Generationen, welche in Anbetracht moderner Kommunikationsmittler wie Facebook, viele Möglichkeiten zur einfachen Kommunikation über Tausende von Kilometern ermöglicht.

Aus eigener Erfahrung konnte er berichten, dass die Einstellung vieler Deutscher der muslimischen Gemeinschaft gegenüber sehr viel positiver und offener ist als angenommen und dass Probleme hauptsächlich auf Grund von nicht beseitigten Vorurteilen entstehen, denen man durch jegliche Formen des Austausches und Miteinanders entgegenwirken kann. Auch traditionell haben Deutschland und Pakistan gute bilaterale Beziehungen, allerdings müssten diese auch auf einer zivilgesellschaftlichen Ebene ausgebaut werden. Möglichkeiten dazu bieten Plattformen im Internet, Nichtregierungsorganisationen und Berichterstattung durch die Medien.
Eindrücke vom Seminar
Copyright (alle Bilder) bei Institute for Cultural Diplomacy
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